Heft 10/15

Schminktechnik: Die Kunst des Contouring

Redaktion: Tasia Abbatecola; Illustrationen: Bobi Bazooka

Schminktechnik: Die Kunst des Contouring
Schminktechnik: Die Kunst des Contouring
Schminktechnik: Die Kunst des Contouring
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Ovales Gesicht

Die Contouring-Farbe wird direkt unter den Wangenknochen aufgetragen, um sie zu betonen. Dabei wird die Linie vom Ohr aus bis beinahe zum Mundwinkel gezogen. Highlights sollten oberhalb der Lippen und Wangenknochen positioniert werden. Eine lange Nase wird durch Highlighter auf der Spitze optisch verkürzt.

Rundes Gesicht

Um das Gesicht optisch zu verlängern, sollte die Contouring-Farbe in der Form einer 3 aufgetragen werden: Von der Schläfe aus geht man über zu den Wangenknochen und schliesst am Kieferknochen ab. Dann auf Stirn, Nase, Kinn und unter den Augen die Highlight-Töne setzen. Für eine schmaler wirkende Nase zwei dünne Linien entlang des Nasenrückens auftragen. Wichtig: Alles gut verblenden.

Quadratisches Gesicht

Bei dieser Gesichtsform wird die Contouring-Farbe nicht nur unter den Wangenknochen, sondern auch entlang des Kieferknochens und an den Stirneckpunkten aufgetragen. Das lässt die Gesichtszüge weicher und runder wirken. Die Highlights werden in der Gesichtsmitte gesetzt: Nasenrücken, oberhalb der Wangenknochen und Stirnmitte.

Ein alter Bühnentrick, neu entdeckt: Die Contouring-Schminktechnik optimiert die Proportionen des Gesichts.

Schon mal beim Anblick eines Topmodel-Gesichts gedacht: Diese Gene hätte ich auch gern …? Dann haben Sie mit den meisten Vorzeigeschönheiten der Beauty- und Modebranche etwas gemeinsam. Denn nur wenige von ihnen sind mit perfekt konturierten Gesichtszügen gesegnet – der Mehrheit verhilft das sogenannte Contouring zu optimalen Proportionen. Mit dieser Schminktechnik lassen sich Wangenknochen optisch erhöhen und Nasen verschmälern, werden die Konturen des Gesichts nachgezeichnet und klarer definiert.

Bereits vor einiger Zeit für sich entdeckt haben diese Schminktechnik Prominente wie Kim Kardashian. Entwickelt wurde das Contouring aber ursprünglich für Theaterbühne und Fernsehstudio, von wo es die Visagisten für den Laufsteg übernommen haben. Diesen drei Locations gemein ist das starke Scheinwerferlicht, das Farben und Kontraste schluckt und ein naturbelassenes Gesicht zweidimensional und flach erscheinen lässt.

Spiel mit Licht und Schatten

Das Wirkungsprinzip des Contouring basiert auf dem Zusammenspiel von Licht und Schatten: Mit dem dunkleren der beiden Contouring-Farbtöne werden Partien optisch zurückversetzt, mit dem hellen hervorgehoben. So kann das Gesicht modelliert, in Form und Struktur optimiert werden. Vorausgesetzt, man beherrscht gewisse Grundregeln. In unsere Bildstrecke verraten wir Ihnen die wichtigsten.

Tipps

— Verblenden ist das A und O der Technik. Die Schattierungen sollten natürlich wirken, die Übergänge nicht sichtbar sein. Anfangs im Tageslicht überprüfen und von einer Vertrauensperson checken lassen.

— Die Contouring-Farbe sollte matt sein.

— Produkte mit crèmiger Textur sind leichter zu verblenden und ideal für Anfängerinnen.

— Warme Hauttypen sollten Bronzer und bräunliches Rouge zum Konturieren verwenden, kühle Hauttypen hingegen aschige und gräuliche Nuancen.

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