Autotest

Ein Panda fährt nach Hause: Der neue Fiat im Test

Text und Foto: Beatrice Kühnis

Ein Panda fährt nach Hause: Der neue Fiat im Test
  • In ihrem Element: Beatrice Kühnis und der neue Fiat Panda

gamevuinhon-Testerin Beatrice Kühnis fuhr den neuen Fiat Panda in seine norditalienische Heimat. Ein fast poetischer Ausflug.

Wenns passt, dann passts: mit dem neuen Fiat Panda nach Turin. Quasi ein Heimspiel. Denn in Turin werden die meisten Fiat-Modelle gebaut. Nach drei Tagen dann weiter Richtung Süden ins wildromantische Valle Maira im südwestlichen Piemont, tief in den Westalpen, schon fast in Frankreich.

Wie in den Gassen von Turin, so fühlt sich der Panda auch hier in seinem Element. Die Kurven durchs malerische Tal der Maira nimmt er rasant und elegant. Man sitzt bequem, hat eine gute Rundsicht auf die schneebedeckten Berge, atemberaubende Ausblicke in die Seitentäler.

Mein Partner und ich, wir sind unterwegs nach Marmora. Das verlassene Dorf – die gleichnamige Gemeinde zählt nur noch 25 Einwohner von ehemals 1000 – wurde zu einer Art Hotel-Ensemble um- und ausgebaut: die Pensione Ceaglio. Von da aus machen wir unsere Ausflüge und Wanderungen.

Der Panda kraxelt die steilsten Strässchen hinauf. Allzu breit ist er auch nicht, man braucht wegen entgegenkommender Autos nicht gleich in Panik zu geraten, wie es hier am Berg mit gewissen Luxuswagen wohl der Fall wäre.

Auf der Rückfahrt nachhause auf der Autobahn kann der Panda nochmals zeigen, was in ihm steckt. Und manchmal steckt dann halt fast zu viel in ihm – was uns die Kantonspolizei Graubünden nach unserer Rückkehr in Winterthur gern und gebührenpflichtig wissen lässt.
Aber das kommt halt davon, wenn man sich beim Fahren statt dem Blick auf den Tachometer lyrischen Gedanken anheimgibt.

Dieser Panda, muss man sagen,
der kann ganz schön was vertragen!
Auch das Durch-die-Kurven-Jagen
schlug uns niemals auf den Magen.

Schmale Strassen, steile Lagen,
Berge, die sehr hoch aufragen
(oft aus Schnee ein Häubchen tragen),
schafften ihm nie Unbehagen.

Gute Rundsicht aus dem Wagen,
enger Raum beim Radeinschlagen.
Keine Mängel, keine Plagen:
Doch, das lässt ihn überragen.

In der Tat gabs nichts zu klagen,
und es blieben keine Fragen.
Unser Fazit aus zehn Tagen:
Rundherum ein Wohlbehagen!

Motor: 1.2 Liter Vierzylinder
Fahrleistung: 69 PS, von 0 auf 100 km/h in 14.2 s
Höchstgeschwindigkeit: 164 km/h
Masse: Länge 3.7 m, Breite 1.6 m, Höhe 1.6 m
Leergewicht: 1015 kg
Kofferraumvolumen: 225 l
CO2-Emissionen: 120 g/km
Energieeffizienzklasse: C
Verbrauch: 5.2 l/100 km
Preis: ab 16 000 Fr.
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