Koriander

Koriander: Das Kraut des Pharaos

Redaktion: Anna Pearson, Fotos: Nadia Neuhaus

Koriander: Das Kraut des Pharaos
  • Das passt!

    Koriandergrün mit Zucker im Mörser vermahlen und über frische Ananas streuen. Fisch mit einer Koriandersamenkruste servieren. Ausserdem passt Koriander gut zu Äpfeln, Eiern, Tomaten, Randen, Kartoffeln, Poulet, Kürbis, Erbsen, Karotten. Und natürlich – wie im Rezept rechts – zu Schweinefleisch.

Vom alten Ägypten bis in die moderne Schweizer Küche: Der kräftige Koriander hat eine treue, globale Fangemeinde. Wir gehören auch dazu!

Der seifige, zitronige Geschmack von frischem Koriander ist vielleicht nicht jedermanns Sache, wie die Bezeichnung Wanzendill ahnen lässt. Doch sein kulinarischer Wert wurde schon von den alten Ägyptern geschätzt, das vielfältig einsetzbare Kraut und Gewürz war eine der Beigaben in Tutanchamuns Grab. Koriandergrün ist aus vielen Küchen nicht wegzudenken: Es wird in Asien, im Orient und auch in Südamerika eingesetzt wie bei uns Petersilie. Ein Thai-Curry ohne Koriander? Unvorstellbar! In Asia-Läden findet man Koriander samt Wurzeln. Diese schmecken ähnlich wie das Kraut und können zum Beispiel fein gehackt mit Chili und Knoblauch für Marinaden verwendet werden. Die Früchte des Korianders hingegen schmecken ganz anders als das Grün und haben auch in der europäischen Küche Tradition, so sind die gemahlenen, herb-süsslichen Samen etwa Bestandteil klassischer Lebkuchengewürzmischungen.

 

Gut zu wissen

– Frischer Koriander hält sich (wie alle Kräuter) in ein feuchtes Haushaltpapier eingewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt tagelang frisch.

– Immer ganze Koriandersamen kaufen und selber im Mörser zerstossen – der geschmackliche Unterschied zu bereits gemahlenem Koriander ist enorm! Werden die Samen zuerst sanft geröstet, intensiviert sich der Geschmack.

– Koriander hat eine verdauungsfördernde, krampflösende und entzündungshemmende Wirkung.

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