Denon

Digital-Test: Dockingstation Cocoon Portable von Denon

Text: Yolanda Pantli

Meine Steroanlage aus den 90er-Jahren hat nicht schlecht gestaunt, als plötzlich dieser kleine Wonneproppen neben ihr stand. Wo sind die Lautsprecher, der Kassetten- und CD-Recorder?

Der neue Lautsprecherdock Cocoon Portable von Denon gleicht einem unförmigen Ei aus der Zukunft, hat die Grösse einer Wassermelone und wiegt auch ungefähr soviel! Stolze 3300 Gramm bringt das kleine japanische Musikwunder auf die Waage. Die Hülle des Cocoon Portable ist eine Monocoque-Konstruktion, eine Schalen-Konstruktion wie sie auch bei Flugzeugen, Rennautos oder Booten verwendet wird.

Das tragbare Soundsystem wäre mir persönlich zu schwer, um es mit mir herumzuschleppen, obwohl es dafür prädestiniert wäre: Der Cocoon Portable hat eine Wasser abweisende Oberfläche, einen integrierten Handgriff und einen 5-Stundenakku.
 

Dockingstation für Non-Nerds

Für alle diejenigen, die Angst vor Technik haben, kann ich dieses Gerät nur empfehlen. Das Stromkabel einstecken, den kleinen Schieber auf der Rückseite auf «ON» stellen, das iPhone, den iPod oder iPad andocken und schon läuft die Musik. Genial finde ich das versenkbare Dock mit Display auf der Vorderseite. Man drückt aufs Display und die Dockingstation fährt aus – diese Funktion erinnert ein wenig ans Raumschiff Enterprise, wenn sich die Ladeluken öffnen.

Die kleine Fernbedienung fand ich einfach nur süss und erfüllt ihren Zweck (Volume, Play/Pause, Track Navigation und Sound Source). Die Fernbedienung ist leider ein bisschen zu reduziert, wenn wenn man online Musik streamen möchte (streamen: die Musik wird aus dem Internet empfangen und zeitgleich wiedergegeben). Zum Streamen fehlen einige Befehle auf der Fernbedienung. Diese Diskrepanz kann man aber mit dem Denon Cocoon App ausgleichen. Die App erlaubt einem den Cocoon Portable via iPhone oder iPad zu steuern – mit einer grösseren Menüführung als bei der Fernbedienung. Hübsch sind auch die Bedientasten auf der Lautsprecherdock, welche als beleuchtete Sensortasten angelegt sind.
 

Gute Noten für die Qualität

Die Musikqualität finde ich gut. Die Musik wird nicht verzerrt und der Klang ist klar. Da ich an meine 1990er-Jahre-Stereonanlage gewöhnt bin, habe ich erwartet, dass der Cocoon Portable meine Fensterscheiben zum Wackeln bringt. Geschah aber nicht. Ich glaube sogar, dass meine Stereoanlage ein bisschen schadenfreudig gegrinst hat, als der Cocoon Portable doch eher zurückhaltend angesprungen ist was die Lautstärke betrifft.

Ansonsten hat der kleine Japaner alles, was man sich wünschen kann: Drahtloses Musik-Streaming mit AirPlay und drahtloses Musik-Streaming über Android, Netzwerk-Audiostreaming. Der Cocoon Portable ist kompatibel mit den Streaming-Dateitypen MP3/WMA/AAC/WAV/FLAC und hat ein eingebautes Internetradio.
 

Fazit zur portablen Dockingstation

Der tragbare Lautsprecher ist ein Hingucker. Obwohl man ihn problemlos mit zum Picknick nehmen kann, würde ich ihn allerdings doch zu Hause lassen – wegen des Gewichts und des Preises. Ein einfach zu bedienendes, dekoratives Gerät, das bestimmt auch in 20 Jahren noch Freude bereitet.

Der Denon Cocoon Portable (schwarz oder weiss) ist zum Beispiel bei für 649 Fr. erhältlich

 

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