Hilfe

Hilfe für Nepal

Text: Annik Hosmann; Foto: Freeimages

  • Pagode in Pokhara

Wir haben eine Auswahl aus kleineren oder unbekannteren Projekten in Nepal getroffen, bei denen wir sagen können: Diese Hilfe kommt an.

Passieren Naturkatastrophen, werden nicht nur grosse Hilfswerke wie die Glückskette oder die Caritas aktiv. Oft gibt es kleine, engagierte Hilfswerke, die schon zuvor vor Ort tätig waren und nun auf zusätzliche Hilfe oder Spenden angewiesen sind. So auch in Nepal, das Ende April von einem starken Erdbeben heimgesucht wurde und seither von zahlreichen Nachbeben erschüttert wird.

The Women’s Foundation Nepal (WFN)

Die Non-Profit-Organisation wurde vor 25 Jahren von einer Gruppe Nepalesinnen gegründet. Sie hat zum Ziel, Kindern und Frauen zu helfen, die Opfer von Gewalt, Missbrauch und Armut sind. Dabei geht es der WFN vor allem um den Schutz, die Bildung und die Eigenständigkeit der Mädchen und Frauen, entsprechend zählen zu den Projekten Frauenhäuser, Schulen und die Vergabe von Mikrokrediten und Stipendien. Neben einem Landwirtschaftsbetrieb betreibt die Organisation auch eine Weberei, in der sie unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Label Changemaker eigene Schalkollektionen herstellt.

Happy Children

Hinter Happy Children steht Gabi Laszinger, die sich nach einem längeren Aufenthalt in Nepal entschloss, ein Hilfswerk zu gründen, um Kinder von der Strasse und aus der Armut zu holen. Seit mittlerweile 15 Jahren unterstützt der Verein Strassenkinder und bietet ihnen neben einem Dach über dem Kopf und Essen auch Schulbildung. An den beiden Projektstandorten im Kathmandu-Tal und in Jhapa (Südostnepal) werden zirka 160 Kinder langfristig versorgt und ausgebildet.

Rokpa

Rokpa bedeutet in der tibetischen Sprache «helfen» und «Freund». Gegründet wurde die international tätige Organisation vom tibetischen Arzt und buddhistischen Lehrer Akong Tulku Rinpoche und der Schweizer Schauspielerin Lea Wyler sowie ihrem Vater. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, den Ärmsten der Armen zu helfen. Die Organisation führt in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu ein Kinderhaus sowie eine Gassenküche, bietet in Frauenworkshops eine Berufsausbildung für in Not geratene Mütter sowie medizinische Nothilfe an. Neben den Projekten in Nepal ist Rokpa in den tibetischen Gebieten Chinas, in Simbabwe und Südafrika tätig.

Vision Tibet

Auch Vision Tibet war bereits vor den verheerenden Erdbeben in Nepal aktiv und ist daher mit seinen Projekten direkt betroffen. Die Stiftung betreibt in Nepal verschiedene sogenannte Augencamps, eine Art mobiles Camp, in denen einheimische Ärzte mittellose Patienten kostenlos operieren, die am grauen Star erkrankt oder gar erblindet sind. Zudem unterstützt sie eine Augenklinik in Kathmandu, wobei viele der Operationsgeräte ursprünglich aus der Schweiz stammen. Nach den beiden Beben leistet Vision Tibet momentan, zusätzlich zu den Augenoperationen, allgemeinmedizinische Soforthilfe und versorgt die Menschen mit Zelten, Decken und Nahrungsmitteln.

Animal Nepal

Bei Katastrophen kommen nicht nur Menschen, sondern auch Tiere zu Schaden. Um sie kümmert sich Animal Nepal. Die Non-Profit-Organisation setzte sich bereits vor dem Erdbeben von Ende April für den Schutz und die Rettung von Tieren ein, hauptsächlich von Hunden, Eseln und Affen. In drei Rehabilitationszentren werden verletzte oder verwahrloste Tiere versorgt, und man sucht ihnen wenn möglich ein neues Zuhause.

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