Sexualität

Erotische Kurzgeschichten von Frauen für Frauen

Text: Rachel Kramer Bussel; Illustration: Anna Sudit 

 

 

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Erotische Kurzgeschichten von Frauen für Frauen
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Aus «A Gentleman in the Street» von Alisha Rai

Seine Hand landete auf ihrem Arsch. Nicht hart genug, um weh zu tun, aber doch mit Kraft. Sie japste, wurde aber abrupt davon unterbrochen, dass seine Hand auf der Stelle blieb und sie streichelte. «Stehst du drauf?»

 

Sie wollte lächeln, kontrollierte sich aber. Sie wollte nicht, dass er das Gefühl hat, sie lache über ihn. Es lag ein kleines Betteln in seiner Frage. Er hoffte unsäglich, dass sie ihm sagen würde, dass sie sein Arschklatschen mögen würde, denn offensichtlich stand er drauf.

 

Sie streckte ihre Hände über seinen Rücken und kratzte mit ihren Fingernägeln über seinen Arsch, er zuckte zusammen. «Ich liebe es», säuselte sie.

 

Das Zimmer stand augenblicklich Kopf, als er sie aufs Bett warf, und plötzlich war er da – ein etwa 100 Kilo schwerer, erregter Mann, über ihren kleinen Körper gelehnt. «Wirklich?»

 

«Wirklich.» Sie zog ihre Beine hoch, legte sie um seine muskulösen Oberschenkel. «Würdest du es vielleicht gerne nochmal tun?»

 

Kleine, weisse Linien formten sich um seinen Mund. «Ja.»

 

Sie reckte den Hals, bis sich ihre Nasen berührten. «Wie oft hast du’s dir schon selbst besorgt, bei dem Gedanken, mir den Arsch zu versohlen?»

 

Ein Schauer lief ihm über den Rücken. «Zu oft.»

 

«War ich in deinen Fantasien eine miese, kleine Schlampe?»

 

Er schloss die Augen und atmete tief und langsam ein. «Ich mag dieses Wort nicht.»

 

«Welches Wort?»

 

Er leckte seine Lippen. Seine Schultern waren angespannt. «Schlampe.»

 

«Es schien mir aber so, jetzt gerade.»

 

Das englische Original in voller Länge finden Sie .

Aus «Inked: Sexy Tales of Tattoo Erotica» von Annabeth Leong

War das nur ihre Vorstellung, oder brannte das neue Scheren-Tattoo auf ihrem Arm? Je länger Letty damit verbrachte, so zu tun, als sei sie die Person, die Toni gerne hätte, desto besser fand sie es. Das war es doch, worum es bei anonymen Begegnungen ging? Entdeckungen? Wenn es doch schief geht, muss Letty Tony nie wieder sehen. Es war ihr sogar egal, ob unangenehme Stimmung entsteht und sie früher vom Konzert gehen muss. Bevor sie Tony kennengelernt hatte, hatte sie sich sowieso schon deplatziert und alt gefühlt.

 

Eine Toilettentür ging auf. Letty hatte Tonys Frage immer noch nicht beantwortet. Aber Tony hatte die Sache im Griff. Sie hob eine Augenbraue und ging direkt in die Toilette, mit einem Blick zurück zu Letty, um zu sehen, ob sie ihr folgte.

 

«Jesus Christus», murmelte Letty leise. Sie war keine Lesbe. Sie hatte nie zuvor was von einer Frau gewollt.

 

Aber sie wusste, dass sie sich niemals selbst verzeihen würde, wenn sie nicht herausfand, was in einer kleinen Toilette, zusammen mit Tony eingesperrt, passieren würde. Sie berührte ihr Scheren-Tattoo, ein Glücksritual, und erinnerte sich an ihre Sehnsucht nach dem Anderen. All die Jahre schien es so nahe zu sein. Und jetzt war es endlich so weit.

 

Letty holte tief Luft, ging Tony nach und schloss die Tür hinter sich zu.

 

Das englische Original finden Sie in voller Länge .

Aus «In Her Closet» von Tasha L. Harrison

«Also, lass uns mal über deine Aversion gegenüber bedeutungslosem Sex reden», fing ich an.

 

«Ohh-kay», stammelte er. «Was willst du wissen?»

 

«Erst einmal: Wie streng ist diese Regel?»

 

«Was meinst du?»

 

«Ich meine, was ist deine Definition von Sex? Reden wir hier von der Bill Clinton-Definition oder von einer mormonischen Definition?»

 

«Naja, eigentlich ist es ja keine Regel. Ich glaube nur, dass es für mich gerade so am besten ist. Und was die Strenge betrifft... kein Geschlechtsverkehr.»

 

«Kein Geschlechtsverkehr?»

 

«Nein.»

 

«Gar nicht?»

 

«Gar nicht.»

 

«Verdammt,» fluchte ich leise. «Ich wollte dich wirklich gerne ficken heute.»

 

Er lachte. «War das deine Mission?»

 

«Ja. Und ich befürchte, dass ich an ihr gescheitert bin, bevor ich überhaupt angefangen habe. Aber kann ich dich was fragen?»

 

«Klar, du kannst mich alles fragen.»

 

Den Text in voller Länge gibt es im Original und in voller Länge .

Aus «Untouchable» von Elizabeth SaFleur

Jede Kerze in Carsons Zimmer war angezündet; mehr als zwei Dutzend Säulen, die er auch in seiner Demonstration für den Club Accendos vor einigen Monaten benutzt hatte. Die jungen Mädchen hatten gekichert und geschrien, als ihre Partner ihnen heissen Wachs auf ihre Brüste und Bäuche tropften. Keiner hatte sich verbrannt oder ernsthaft wehgetan. So eine Erfahrung kitzelte einfach nur ihr melodramatisches Inneres. Er hatte sich zu Tode gelangweilt. Aber in diesem Augenblick war er Feuer und Flamme.

 

Nachdem er London auf den Tisch gelegt hatte, nahm er sich einen Moment Zeit, um die karamell- und schokofarbenen Strähnen neben ihren Wangen zu begutachten; der Pony, der sich über die Kanten des Tisches ergoss.

 

«Ist dir kalt?», fragte er.

 

«Nein.» Sie bewegte sich über das geräuschvolle Plastik unter ihr. «Alles gut.»

 

Carson löste seinen Gürtel von ihrer Hüfte. Als er zu Boden fiel, erschrak sie von dem lauten Geräusch.

 

Er nahm eine kleine Ölflasche in die Hand und öffnete sie. Nachdem er seine Hände mit dem Gleitmittel bedeckt hatte, schmierte er Londons Bauch ein. Er bewegte sich vor zu ihren Brüsten, knetete sie, und kniff ihr dabei in ihre himbeerfarbenen Nippel. Ihr Rücken wölbte sich ihm entgegen, und ihre Fäuste wurden weiss von der Anspannung.

 

Das englische Original finden Sie in voller Länge .

Aus «Cathedral of Furs: Ardent Erotica Inspired by Anaïs Nin» von Lana Fox

Als ich den Raum betrat, hattest du immer noch deinen Anzug an. Ich glaube, du wolltest das so – du wolltest der Manager sein, der Zirkusdirektor, und wir waren deine Ponys und mussten deine Tricks vorführen.

 

Deshalb mussten wir uns gegenseitig erstmal küssen, oder?

 

Ich war anfangs schüchtern. Ich hatte nie zuvor eine Frau geküsst, aber Jeanne war unbändig, ihr Mund stürmisch, als ob sie jahrelang auf mich gewartet hätte, und sie beanspruchte meinen Mund mit ihrem kirschdunklen Lippenstift, mit Küssen aus zerstörerischem Samt – selbstlos, gierig, alles und nichts gleichzeitig. Unsere Münder versanken ineinander, unsere Brüste berührten sich. Meine waren nur mit feinstem Satin bedeckt, ihre mit einem hauchdünnen Material, das zart glänzte. Sie hielt mich so, dass wir als einzelnes Wesen atmeten, und ich spürte ihre harten Nippel. Ich führte meine Hände ihre Oberschenkel entlang, an den Kurven ihres Hinterns hoch, und spürte ihren warmen, weichen Körper in ihrem Kleid.

 

Das Blut kochte unter meiner Haut, und jeder Teil von mir japste nach Luft und errötete. Ich war so lebendig, besonders in dem Augenblick, als deine Hände mich von hinten umringten, und dein Geschlecht – hart und beharrlich – sich in meinen Hintern drückte. Ich warf dann meinen Kopf zurück, machte hungrige Laute, während Jeanne sanft-feuchte Küsse an meinem Hals platzierte und du meinen Körper durch das dünne Satin untersuchtest; deine Hände glitten reibungslos über mich, als wäre ich schon entblösst. Ich spürte dich an meinen Hüften, an meinen Seiten, deine Lippen auf meinem Nacken. Ich fühlte, wie du mich noch fester umschliessen wollest als Jeanne, wie du dich an mich gedrückt hast.

 

Verzweiflung. Verlangen.

 

Das englische Original finden Sie in voller Länge .

Aus «Bollywood and the Beast» von Suleikha Snyder

Sie war keine Jungfrau. Das war immerhin klar. Aber das war wohl kaum dieselbe Kategorie einzuordnen wie das, was sie nach ihrem Abschlussball erlebt hatte. Impulsives, hektisches Grapschen unter dem Schutz von exotischen Bäumen und hängenden Reben. Einen Mann verführen, der 10 Jahre älter als sie ist; «Ich liebe dich» flüstern und es meinen. Taj schien das Unmögliche möglich zu machen. Er sprach und tat das Undenkbare.

 

Rocky sass auf seinem Schoss, ihr Rock über den Knien, mit Abdrücken von der sonnengewärmten Bank. Taj zog sein Shirt aus und warf es bestimmt zur Seite, als ob er wollte, dass sie die Augen verdreht, einen Rückzug macht, abhaut. Keine Chance. Sie küsste die zackigen Narben an der Seite seines Nackens und jede blasse Stelle an seiner Brust. Sie sah aus wie sein Gesicht... eine Kombination aus Schmerz und Perfektion. Als ob das Schicksal sich entschieden hätte, nur eine Seite zu treffen, und die andere als Erinnerung übrig zu lassen – an das, was er einst war. Und es war egal, denn sie berührte beide mit ihren Liebkosungen.

 

«Du kannst mir keine Angst machen, Taj. Versuch es gar nicht erst.»

 

Er rieb seinen Kiefer gegen ihre Wange, drehte sich dann zu ihrem Ohrläppchen und zog daran mit seinen Zähnen. «Wie sollte ich das, süsse Rakhee, wenn du es bist, die mir Angst macht?»

 

Er zitterte unter ihren Händen. Aber nicht aus Angst.

 

«Wir sollten nicht», sagte er, auch dann noch, als sein Körper etwas anderes wollte.

 

Das englische Original finden Sie in voller Länge .

Aus «A Bloom in Cursive» von Leandra Vane

Jake küsste so, wie er sang. Langsam zuerst, dann mit hartem, animalischen Verlangen, und wenn er erst einmal angefangen hatte, hörte er nicht mehr auf. Seine Berührung war wie geschmolzener Zucker, sein Geschmack rauchig und bitter, so wie ich mir das immer bei einem Punkrocker vorgestellt hatte. Sein Körper war sanft, poetisch, und ich kratzte ihm Spuren in den Rücken, forderte ihn heraus, mir all seine Geheimnisse preiszugeben.

 

Als wir uns endlich voneinander gelöst hatten, waren wir beide am schwanken. Er zog die Fernbedienung für den CD-Player aus seiner Tasche, machte die Musik aus und warf sie wieder weg. Er runzelte die Stirn.

 

«Ich hab das gemacht, weil ich dich glücklich sehen wollte. Nicht, um dich flachzulegen.»

 

«Willst du mich denn flachlegen?»

 

«Ja. Aber wir können warten.»

 

«Ich hab schon gewartet.»

 

Herausforderung angenommen.

 

Jake hob mich hoch und knallte mich mit dem Arsch auf den Tisch. Er hatte seine Muskeln vor mir verborgen wie ich meine Sehnsucht nach ihm, aber keiner von uns hielt sich zurück, als wir ineinander stürzten.

 

Ich zog seinen Pullover über seinen Rücken und Schulterblätter. Das Material war eng und hielt sich an seiner glatten Haut fest, verknotete seine Arme. Als er seinen Käfig endlich los war, war ich schon längst aus meinem eigenen Pullover raus und öffnete den Knopf meiner Hose. Ich fühlte mich so Rock’n’Roll auf diesem Tisch, in meinem gelben Polkadot-BH, in Genuss seines Anblicks.

 

Seine Finger glitten über meinen Rücken und sorgten für einen erregten Schauer. Mit einem schnellen Griff sprang der BH von meinem Körper, und eine kühle Briese reizten meine Titten.

 

Jake griff das Metall meines linken Nippelpiercings mit seinen Zähnen und zog leicht. Der Schmerz wurde sofort von der Berührung seiner Zunge gebändigt, und ich fing an zu zittern. Ich fasste runter, wollte an seinen Reissverschluss, war aber zu weit entfernt.

 

Jake lehnte sich zurück, verhakte seine Daumen in den Schlaufen meiner Jeans und zog. Mein nackter Arsch klatschte gegen die Kunstholzplatte, und ich liess einen kleinen Schrei aus. Die Jeans knüllte sich an meinen Füssen und ich verfluchte mich dafür, hohe Springerstiefel angezogen zu haben. Ich versuchte, an meine Schnürsenkel zu kommen, aber er drückte mich zurück auf den Tisch.

 

Das englische Original finden Sie in voller Länge .

Aus «The Siren and the Sword – Magic University Book 1» von Cecilia Tan

«Praktiken des Wahrsagens aus der westlichen Welt» war zu viel für Kyle, und versetzte ihn in einen Schwindel. Er wusste nicht, wie er nur im Ansatz die Praktiken verstehen sollte, die sie dort abbildeten. Teeblätter, Kaffeesatz, geschmolzenes Blei in Wasser gehärtet, Kristallkugeln, Runen, Tarot, Flammenlesen, Linien lesen, Psychometrie, Wetter – und dann haben sie nicht mal die Astrologie vertieft, weil das scheinbar eine ganz andere Klasse ist!

 

Die in Magie aufgewachsenen Schüler schienen diese Dinge für selbstverständlich zu halten. Kyle fragte sich, wie viele Omen er tagtäglich wohl verpasste. Er wusste, dass es Glückspfennige gab, aber wohl nur diejenigen, die mit dem Kopf nach oben lagen. Aber anscheinend waren es wohl alle Pennys, die Glück brachten. Das mit den schwarzen Katzen unter den Leitern: falsch. Aber es gab andere, von denen die Klassenkameraden behaupteten, sie seien war, nur dass Kyle es immer schwieriger fand, sich an sie zu erinnern.

 

Er öffnete sein Schulbuch an die Stelle über Omen und versuchte zu lesen, war aber von seinen Sorgen zu abgelenkt, um wirklich die Informationen zu absorbieren.

 

Dankbarerweise kam Jess irgendwann. «Hey, Süsser», sagte und gab ihm einen Kuss auf die Lippen. «Was machst du hier?»

 

«Ah, ich dachte, ich könnte Alex um Hilfe beim Lernen bitten, aber anscheinend ist er in der Bibliothek.»

 

Jess schürzte die Lippen. «Ich habe ihn noch nie so hart arbeiten sehen. Er war in letzter Zeit sehr oft da. Vielleicht hinkt er mit seinem Projekt hinter dem Zeitplan her.»

 

Kyle seufzte.

 

Jess liess sich auf die Couch neben ihm fallen. «Soll ich dir nicht lieber beim Lernen helfen?»

 

Er legte seinen Arm und sie und zog sie für einen Kuss heran. «Ich könnte mir da noch etwas besseres vorstellen. Deine Mitbewohnerin hat gesagt, sie sei die ganze Nacht im Labor.»

 

«Ach ja? An einem Donnerstag? Interessant.» Jess’ Lächeln wurde verschlagen. «Aber praktisch. Vielleicht führst du ja ein verzaubertes Leben, Kyle Wadsworth?»

 

«Ehm..»

 

«Ich muss noch fünf Seiten heute schreiben, aber komm.» Sie nahm ihn an der Hand und zog ihn ins Schlafzimmer. «Vielleicht können wir ja zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.»

 

Sie schloss die Tür hinter ihnen. «Zieh dich aus und leg dich auf’s Bett.»

 

Die deutsche Version in voller Länge finden Sie .

Aus «The Boss» von Abigail Barnette

Ich konnte nicht glauben, dass ich das gerade tat. Ich konnte einfach nicht glauben, dass es gerade passierte, nach sechs Jahren. Nachdem ich schon jede Hoffnung auf so eine sexuelle Erfahrung wie damals mit Leif aufgegeben hatte. Jede Faser meines Körpers war angespannt. Mein Atem stockte, während meine Finger herunter wanderten, unter die Spitze meiner schwarzen Unterwäsche. Ich dachte zurück an meine weisse Baumwollunterwäsche, damals im Crowne Plaza, und kicherte. Wenn mir jemand damals gesagt hätte, ich würden sechs Jahre später diesen Mann sexuell überfallen, hätte ich mir nicht diese Nerven zugetraut.

 

Ich schloss meine Augen und streichelte meine Ritze mit zwei Fingern. Meine Hüften wölbten sich, ich war so bereit für diesen Moment, und meine Haut schien zu sensibel für jegliche Berührung zu sein. Ich fragte mich, was Neil wohl sehen würde, wenn er den Raum betrat, und erinnerte mich an seine Blicke.

 

Mein Magen war von Schmetterlingen besetzt. Was, wenn er das Mädchen von vor sechs Jahren erwartete, die nur Sex mit fummelnden Jugendlichen hatte? Was, wenn er herkommt und abgetörnt von meiner Initiative ist? Immerhin fand er meine Naivität beim letzten Mal niedlich.

 

Jetzt sei endlich still, schimpfte ich mich selbst zurecht. Würdest du wirklich einen Typen ficken, der dich nur für deine sexuelle Unerfahrung will? Nein, das wäre komisch.

 

Das war ein guter Punkt.

 

Meine Fingerspitzen kreisten um meine Klit, und ein wackeliger Atem entwich meinen Lippen. Mein Fleisch fühlte sich heiss und schwer unter meiner Hand an, und ich liess meine Finger zwischen mein Geschlecht gleiten.

 

Die Tür öffnete sich, und das Gewicht meiner Sehnsucht verwandelte sich in einen elektrischen Storm. Meine Lungen waren gelähmt, meine Glieder schüttelten sich. Ich öffnete meine Augen und liess ein sanftes Stöhnen raus, als ich Neil sah. Er schloss die Tür und liess seine Tasche fallen. Sein Blick traf meinen und hielt ihn, während er in seinem langen Ledermantel und den schwarzen Lederhandschuhen zu mir lief. Ich weiss nicht, wie ich dem Augenkontakt standhalten konnte, aber ich schaffte es. Ich hatte mich noch nie in meinem Leben so sexy gefühlt. Warum habe ich je daran gezweifelt, dass ihm das gefallen würde?

 

Sein neutraler Gesichtsausdruck machte mich verrückt und verriet nichts, aber ich konnte den Hunger in seinen Augen erkennen. Er wollte mich. Er stand über mir und blickte auf mich herab, während ich meine Hand unter meiner Unterhose weiterbewegte.

 

«Zieh die aus.»

 

Das englische Original finden Sie in voller Länge .

Aus «The Unicorn» von Delphine Dryden

Es gab eine bestimmte Geschwindigkeit einzuhalten, realisierte Daniel. Eine Geschwindigkeit, die alles im Griff hatte – den Schmerz, die Pausen, das Positionieren. Das natürliche Ende der Peitsche und ihrer Auswirkung, und die logische Zeit, die man braucht, um ein neues Spielzeug zu benutzen. Er war heute besser organisiert und entschlossen, nicht von seinem Plan abzuweichen.

 

Mara’s Arsch und Oberschenkel waren rosig und strahlten von den Hieben und den Riemen, aber noch nicht so stark, dass er aufhören musste. Sie war an einem anderen Ort, und wahrscheinlich in der Lage, mehr Schmerz aufzunehmen. Er liess der Haut ein wenig Zeit, um sich zu regenerieren, damit sie umso sensibler wurde.

 

Der Stock war sehr dünn, ein fast durchsichtiges Material, dünner als Bambus und fast wie eine Peitsche. Er hatte ihn an seiner Innenhand ausprobiert, um zu testen, wie er durch die Luft flog.

 

Er fragte sie ab.

 

«Was hältst du von Brettspielen?»

 

«Du meinst ... Monopoly? Ja, klar.. äh..»

 

Das Äh konnte er so nicht stehen lassen.

 

Daniel liess den Stock über ihren Hintern krachen. Es hörte sich dumpfer an, als er sich vorgestellt hatte. Maras Reaktion, ein entsetztes Japsen, war sehr zufriedenstellend. Er liess ihr ein paar Sekunden.

 

Aus «The Virgin» vonTiffany Reisz

Hier waren sie nun, alleine in Kingsley’s Schlafzimmer. Und sie würde ihm wehtun. Und sie hatte noch nie so etwas getan in ihrem Leben. Wie fängt man an?

 

Sie trat einen Schritt zurück und schaute sich Kingsley von oben bis unten an. Er brauchte irgendwas. Kein Halsband, aber irgendwas, irgendwas, das den Unterschied zwischen ihnen betonte.

 

«Was hältst du von einer Augenmaske?», fragte sie.

 

«Ich hab nichts dagegen, aber ich würde dich lieber sehen.»

 

Sie trat wieder vor ihn und fing an, seine Weste aufzuknöpfen. Sie hatte ihn schon mal ausgezogen, unter seinem Kommando, aber niemals unter ihrem. Er stand da nur, still und unterwürfig, und liess sie die Weste abziehen. Sie überlegte kurz, seinen eleganten Anzug zusammen zu legen oder aufzuhängen. Es war ein teurer Anzug. Stattdessen liess sie ihn auf den Boden fallen.

 

«Du bist ihm ähnlicher, als du denkst», sagte Kinsley, worauf Eleanor antwortete: «Sprich nicht, bis du angesprochen wirst.»

 

Kingsley liess den Kopf entschuldigend runter. Sie fühlte etwas neues durch ihre Adern strömen, etwas Süsses, veredelt mit einer Prise Gift.

 

Macht.

 

Kingsley blieb still während sie sein Hemd aufknöpfte und seine Hose runterzog. Er hatte so einen schönen Körper – betonte Muskeln und alte Narben – dass sie sich nicht dabei aufhalten konnte, als sie seine nackte Schulter küssen wollte. Dann einer auf seinen nackten Bizeps. Dann auf den Unterarm, auf das nackte Handgelenk.

 

Das nackte Handgelenk.

 

Sie liess ihn so stehen, während sie sich neben dem Bett hinkniete. Sie zog einen Koffer darunter hervor und öffnete ihn. In ihm war Bondage-Equipment – Seile, Stangen, Handschellen und Halsbänder.

 

Das englische Original finden Sie in voller Länge .

Aus «To Italy with Love» von Fiona Zedde

«Zeig mir dein Zimmer.»

 

Es war Chrisanne’s Stimme. Tief und dringlich, aufgeheizt. Iris’ Unterwäsche drückte sich eng an ihr feuchtes Fleisch. Doch obwohl Chrisanne sie aufforderte, ihr das Zimmer zu zeigen, drückte sie ihre Hüften einfach nur enger an sie heran. Iris wimmerte vom Druck des steifen Schwanz zwischen ihnen. Sie streckte sich blindlings nach Chrisanne und drückte ihren Mund an ihren.

 

«Ich hab deinen Geschmack vermisst», keuchte sie in Chrisannes Mund.

 

Es war ihre Art zu küssen; ein Tanz von Zunge und Lippen, ihr Mund, der sich festsaugte, als gäbe es nichts anderes auf der Welt. Sie saugte heiss und süss an ihrer Zunge, während ihre Hände über Iris’ Rücken streiften und ihre Hüften noch enger zusammengepresst wurden.

 

Chrisanne lehnte sich zurück. «Wenn du nicht meinen ganzen Muschisaft über deiner Küchenzeile willst, dann musst du mir genau jetzt dein Zimmer zeigen.»

 

Aber Chrisanne war schon auf dem Weg und führte Iris’ dahin, wo sie das Schlafzimmer vermutete. Iris genoss die Enge und Nähe, und verbiss sich an Chrisannes Nacken, während sie liefen.

 

«Das Schlafzimmer, ja. Da lang.»

 

Chrisanne stoppte abrupt. «Wo ist dein Bett?»

 

Fuck.

 

Im ganzen lustvollen Chaos hatte sie vergessen, dass sie kein Bett in ihrem Schlafzimmer hatte. Seit Jasmyn gegangen war und das Bett mitgenommen hatte, schlief sie auf einem Stapel Decken inmitten ihres Schlafzimmers. Aber das war jetzt egal.

 

«Meine Ex.» Iris drückte Chrisanne’s Brüste durch ihr Tanktop. «Sie hat es mitgenommen.»

 

«Ach, fick sie.»

 

«Nein.» Sie fummelte an den Knöpfen von Chrisannes Jeans. «Du fickst mich.»

 

Das englische Original finden Sie in voller Länge hier.

Aus «The Sexy Librarian’s Big Book of Erotica» von Sommer Marsden.

«Denk dran, Ollie», sagte James. «Nur Zunge, Lippen, Zähne. Keine Finger, keine Penetration. Das bleibt mir überlassen. Nicht dir.»

 

«Verstanden», sagte Olli. Er hörte sich so atemlos an wie ich mich fühlte.

 

Er schaute mich erst langsam an. Meine Wangen glühten vor Scham, waren aber auch gefärbt von Verlangen. Was dachte er von mir? Von allem hier? Von uns? Aber dann sah ich die Beule in seiner Hose. Eine ziemlich grosse Beule. Ich vergass das alles, als er sich hinüber beugte, fast so, als würde er beten, und meine inneren Schenkel küsste. Erst den einen, dann den anderen. Als meine Hüften sich wölbten, um ihn zu treffen, fast so, als würde ich ihn verführen wollen, tat er endlich, worauf wir beide warteten. Sein Mund stürzte auf mich hinab, seine Lippen waren heiss und zart. Seine Zunge teilte mich, befeuchtete meine bereits durchnässte Muschi noch mehr mit seinem Speichel. Seine Zunge kreiste um meine Klitoris, bis ich ihn an seinen Armen zu mir hochzog.

 

Jamie sass daneben und schaute zu. Sein Schwanz war hart, so viel konnte ich sagen. Seine Augen glänzten, sein Gesichtsausdruck leicht amüsiert. Er fand das alles fast so gut wie ich, stellte ich schockiert fest.

 

Ich hätte nie gedacht, dass meine Fantasie für ihn auch funktionieren könnte, aber das tat es offensichtlich.

 

«Bring sie zum Kommen», flüsterte er.

 

Oliver umschloss mich mit seinem Mund und nutzte die feste Spitze seiner Zunge, um meine Klitoris immer und immer wieder zu umkreisen, bis ich nach Atem rang. Dann hörte er auf. Sein Mund schwebe über meiner Muschi, aber er berührte mich nicht. Mein Kopf dröhnte und ich hielt es nicht mehr aus. Ich wollte kommen. Ich musste kommen.

 

Das englische Original findet ihr in voller Länge .

Erotische Kurzgeschichten von Frauen für Frauen sind so vielfältig wie nie. Sie eröffnen neue Perspektiven auf Sexualität. 

Als ich 1999 damit anfing, erotische Geschichten zu schreiben, wurde ich oft gefragt, was ich eigentlich genau mache. Heute ist das anders. Dank «Fifty Shades of Grey» wissen alle, was erotische Fiktion ist. Leider gehen nun auch alle davon aus, dass sich alles so lesen muss wie Shades of Grey: weibliche Unterwerfung getarnt als konzeptionelles Spiel. Die Wahrheit ist aber, dass es in diesem Genre eine ganze Bandbreite von Geschichten und Entwürfen gibt. Ich muss es wissen, denn bis heute habe ich mehr als 60 erotische Anthologien editiert und Hunderte von Geschichten gelesen. Erotika zu schreiben hat mein Leben verändert; es hat mir neue Perspektiven über meine eigene Sexualität und die meiner Mitmenschen eröffnet.

In den letzten zehn Jahren haben Frauen Sexgeschichten entdeckt, die Christian Grey die Röte ins Gesicht schiessen lassen würden. Und wer Erotika nicht als Kunstform sehen will, sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, dass rund 30 Prozent von 130 befragten Autor*innen zuvor eine formale Universitätsausbildung in Literaturwissenschaften genossen haben. Weibliche Autorinnen betreten die Welt der erotischen Fiktion aus unterschiedlichen Gründen: Manche sehen eine Geschäftsidee darin, andere wollen auf sichere Art und Weise sexuelle Fantasien entdecken, die sie in ihrem echten Leben nicht ausleben können; und schliesslich gibt es auch welche, die einfach ihre Leser*innen erregen möchten. Ich bin zwar der Meinung, das Fiktion eben nur Fiktion ist und nicht zwangsweise was mit dem echten Leben zu tun haben muss, aber ich glaube trotzdem, dass die wachsende Leserschaft im Erotika-Genre positiv zu bewerten ist. Wenn dieses Genre nicht in den letzten Ecken versteckt und als schmuddelig abgewertet wird, sendet dies ein lebens- und sexbejahendes Signal für Frauen. Wir sind sexuelle Wesen mit Lüsten und Sehnsüchten, die nicht nur eindimensional sind.

Die Tatsache, dass Erotika heute so weit verbreitet sind – von Print-Kassenschlagern bis hin zu Indie-E-Book-Verlagen und -Magazinen –, bedeutet, dass wir heute einfacher über Sex reden können; auch über Sex, der über Konventionen hinausgeht. Spaziert doch nur einmal durch eine Romantikbücher-Abteilung und Sie werden genauso viele kitschige Pärchen auf den Covern wie Handschellen finden. Weibliche Autorinnen schreiben über Heteros, Lesben, Bisexuelle, Schwule und alle möglichen anderen Modelle, und eröffnen ihren Leser*innen damit zahlreiche Perspektiven unserer Sexualität. Als mich Refinery29 gebeten hat, eine Auswahl der heissesten erotischen Erzählungen von Frauen zu kuratieren, wollte ich Ihnen ein bisschen was von dieser Diversität präsentieren. Im Folgenden finden Sie Exzerpte aus erotischer Literatur. Sie werden von allem etwas vorfinden: Süss, dreckig und alles, was dazwischen liegt. Die Autorinnen haben ihren ganzen Mut zusammengenommen, um Sex in seiner ganzen, facettenreichen Art zu portraitieren. Machen Sie sich darauf gefasst, positiv überrascht zu werden, denn diese Autorinnen haben keine Angst davor BDSM, schwulen Sex oder Sex mit fremden Männern zu thematisieren.

 

 

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