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Das können wir von Superheldin Jessica Jones lernen

Text: Kerstin Hasse; Fotos: Netflix 

Jessica Jones Netflix zweite Staffel
Jessica Jones Netflix zweite Staffel
Jessica Jones Netflix zweite Staffel
Jessica Jones Netflix zweite Staffel
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Zurück für mehr Abenteuer:

Auch in der zweiten Staffel muss Jessica Jones (Krystin Ritter) das Böse in New York bekämpfen. 

Mit dabei sind auch ihre Sidekicks: Trish Walker (Rachael Taylor) ...

... und Malcolm Ducasse (Eka Darville). 

Die Bilder der zweiten Staffel verraten zudem, dass auch Bösewicht Kilgrave wieder auftaucht. Ob dieses Treffen im echten Leben oder in Jessicas Fantasie stattfindet, wissen wir noch nicht. 

Jessica Jones ist schon seit der ersten Netflix-Staffel unsere Lieblingssuperheldin. Passend zum Frauentag und zum Start der zweiten Staffel am 8. März haben wir zusammengetragen, was wir von Jones gelernt haben. 

Morgen startet die zweite Staffel der Netflix-Serie «Jessica Jones». Unsere Lieblingsantiheldin kehrt auf den Schirm zurück – passend zum Tag der Frau setzt die Streamingplattform damit eine Superheldin in den Fokus.

Jessica Jones flucht, säuft und prügelt sich, sie ist keine sexy Superwoman, sie trägt kein enges Heldinnenkostüm, sie entspricht keinem Klischee – und genau deshalb ist die Serie auch so gut. Wir finden: Von Jones kann man sich die eine oder andere Lebensweisheit abschauen. Ratschläge von einer ständig trinkenden, aggressiven Fantasy-Superheldin entgegenzunehmen, das finden Sie ein wenig schräg? Das können wir nachempfinden. Aber schaut man genauer hin, kann man von der Marvel-Heldin eben doch das eine oder andere lernen. Eine Liste der besten Jones-Ratschläge:

Selbst ist die Frau
Jessica Jones ist eine selbstständige und unabhängige Frau. Sie sucht nicht nach der Bestätigung anderer, sondern lebt ihr Leben so, wie sie es für richtig hält. Sie verhält sich nicht so, wie es gesellschaftliche Normen verlangen. Frauen halten sich zurück, wenn es um einen exzessiven Lebensstil geht? Von wegen. Frauen sind das schwächere Geschlecht? Alles andere als das! Es ziert sich nicht für eine Dame, auch mal laut zu werden? Kompletter Quatsch. Jones macht ihre eigene Regeln. Auch ohne Superkräfte wäre sie deshalb ziemlich heldenhaft.

Verletzlichkeit ist keine Schwäche
Jessica Jones hat ihren Rucksack zu tragen – so wie jede und jeder. Gut, in ihrem Fall sind die Umstände vielleicht ein wenig dramatischer. Denn sie wurde jahrelang von einem bösen Soziopathen manipuliert – so sehr, dass sie für ihn mordete. Probleme von diesem Ausmass haben wir alle hoffentlich nicht, aber auch ohne Marvel-Schurken im Nacken kennen bestimmt viele Frauen das Gefühl, von den eigenen Emotionen und der eigenen Vergangenheit gelähmt zu werden. Jones hat eine gewisse Traurigkeit, die sie mit sich trägt, sie ist deswegen aber keine fragile Person, die ihr Leben nicht im Griff hat. Sie steht immer wieder auf und macht weiter. 

Du bist das, was du sein willst
Das Kluge an der Serie ist, dass sie mit den Klischees von Marvel bricht. Jessica Jones ist keine sexy Superheldin, sie nennt sich nicht «Jewel», wie ihr eigentlicher Superheldentitel in den Comicbüchern wäre, und sie lehnt es auch ab, in einen engen Heldinnenanzug zu schlüpfen. Sie erfüllt nicht immer das, was die Leute von ihr erwarten, aber das ist okay für sie. Diese Einstellung darf gern ins richtige Leben adaptiert werden. 

Nimm dir, was dir gut tut
Mit Jessica Jones sehen wir eine Frau auf dem Bildschirm, die ihre Sexualität geniesst. Wenn Sie Lust auf Sex hat, dann hat sie Sex. Damit ist kein Rattenschwanz von Beziehungsproblemen verbunden, keine Tränen, kein Drama. Und Jones wird auch nicht als Frau inszeniert, die leicht zu haben ist. Nicht nur Männer können casual daten – das wissen wir natürlich schon länger –, aber in der Popkultur ist dieses Memo noch lange nicht bei allen angekommen.

Steh für dich und andere ein
Wer die erste Staffel von Jessica Jones gesehen hat, weiss, dass die Privatdetektivin genug Gründe hätte, vor ihren Problemen einfach wegzulaufen. Sie hätte sich einfach umdrehen und alles hinter sich lassen können. Tat sie aber nicht. Wir reden ja alle gern von Girlpower und bügeln uns Girlboss-Patches auf die Jeansjacke. Was heisst das aber genau? Nun, ich finde, das heisst, dass man sich einsetzt, dass man für sich selbst und für andere einsteht und sich nicht unterkriegen lässt. Wir müssen im Alltag vielleicht keine Psychopathen mit Superkräften bekämpfen, aber gerade in Zeiten von Bewegungen wie «#MeToo» oder «Time’s Up» ist es wichtig, sich auf Werte wie Zivilcourage zurückzubesinnen und dann zu handeln, wenn man Ungerechtigkeit beobachtet. 

 

Start der zweiten Staffel auf Netflix 

In der ersten Staffel von Jessica Jones (Krystin Ritter) bekämpft die Superheldin den Bösewicht Kilgrave, der Jones jahrelang mit seinen Superkräften manipuliert, missbraucht und ausgenutzt hat. Auch in der zweiten Staffel muss sich Jones den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen. Die zweite Staffel startet morgen, 8. März, auf Netflix. 

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