Fab Five

Zeigt her eure Mode!

  • «LAGERFELD IN TIMES SQUARE» von Fotograf Simon Procter, ausgestellt in der Kate Vass Galerie in Zürich 

Der Modefrühling hat mehr zu bieten als neue Looks: Fünf Ausstellungen rund um Modefotografie, verrückte Trends, Stil-Ikonen und Textilproduktion – empfohlen von unserer Reportagen-Praktikantin Aleksandra Hiltmann. 

Modeland and Mr. Lagerfeld, Soloausstellung von Simon Procter
31. Januar bis 20. April

Karl Lagerfeld und seine Modenschauen sind unverwechselbar. Fotograf Simon Procter hat eng mit dem exzentrischen Modeschöpfer zusammengearbeitet und dabei ikonische Bilder geschaffen. Die kann man ab sofort in der neuen Zürcher Galerie Kate Vass bewundern. Eine von Procters Spezialitäten bei seiner Arbeit als Modefotograf: Bilder, die aussehen wie antike Gemälde. Die Ausstellung zeigt ein grossformatiges Werk aus einer Dior-Kampagne, auf dem diese Fusion von Kunstgeschichte und moderner Technik eindrucksvoll zu sehen ist. «Ich habe mir noch nie Gedanken über meinen Ruhm gemacht», sagt Procter bescheiden. Seine Fotos wurden unter anderem in Titeln wie «Vogue», «Harper’s Bazaar» oder dem «New York Times Magazine» veröffentlicht und gehören mittlerweile weltweit zu Museums- und Privatsammlungen. Über die Zusammenarbeit mit Modezar Lagerfeld sagt er: «Karl ist ein toller Typ. An den Shootings hat er jeweils alle persönlich mit einem Händedruck begrüsst. Er hat immer eine entspannte Arbeitsatmosphäre geschaffen.»

– Kate-Vass-Galerie, Zürich, Feldeggstrasse 88, Zürich,

Auf der Suche nach dem Stil, 1850 bis 1900
23. März bis 15. Juli

Sind Sie bereit für eine Zeitreise? Technologiewandel, sozialer Umbruch und eine ständige Suche nach neuen Musthaves – von Interieur über Gemälde bis hin zu dem, was man im Alltag braucht und anzieht, bewegten die Schweiz und Europa. Das Landesmuseum Zürich zeigt ausgewählte Objekte aus dieser kontroversen Epoche, in der viel und leidenschaftlich über Stil diskutiert wurde.

– Landesmuseum Zürich, Museumsstrasse 2, Zürich,

Fashion Drive, Extreme Mode in der Kunst
20. April bis 15. Juli 

Früher war alles brav und gesittet. Von wegen. Schlitzmode, Schamkapsel, Reifjupes – die Mode trieb bereits vor Jahrhunderten schrille bis verpönte Blüten. Die Ausstellung im Kunsthaus zeigt, wie Künstler auf Modeerscheinungen reagierten. Werke von über 50 Kunstschaffenden werfen einen kritischen und zugleich sinnlichen Blick auf die Modegeschichte der letzten 500 Jahre und präsentieren dabei eine Vielzahl an Techniken, wie die Trends von Mittelalter bis Moderne aufgegriffen wurden: Malerei, Zeichnungen, Plastik, Installationen, Foto und Film.

– Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, Zürich,

Schaffhauser Wolle – eine Marke macht Geschichte
27. April bis 19. August

Betritt man heute die ehemaligen Hallen der Kammgarnspinnerei, so schwingen dort Jung und Alt das Tanzbein zu Rock oder Jazz. Doch vor 150 Jahren wurde dort Industrie- und Modegeschichte geschrieben, es war die Geburtsstunde der «Schaffhauser Wolle». Das Museum zu Allerheiligen begeht dieses Jubiläum mit einer Ausstellung über den Wollknäuel und seine Eroberung der Schweizer Alltagskultur. Über 100 Werbeplakate bekannter Grafiker und Künstlerinnen zeigen die innovativen Werbestrategien von 1924-1989 rund um die «Schaffhauser Wolle». Sie spiegeln damit nicht nur ein Stück Schweizer Werbegeschichte, sondern auch die ästhetischen und gesellschaftlichen Strömungen dieser Zeit. Zeitzeugen-Interviews, Filme und Fotos aus den (ehemaligen) Hallen der Kammgarnspinnerei dokumentieren den schaffhausischen Pioniergeist und seinen Platz in der Schweizer Industriegeschichte. Und für Retro-Gefühle sorgen Strickhefte- und Bekleidung aus vergangenen Jahrzehnten.

– Museum zu Allerheiligen, Klosterstrasse 16, Schaffhausen,

Christa de Carouge
bis 18. Februar 

Eine Inspiration für den Frühling und weit darüberhinaus ist die Retrospektive über das Schaffen von Christa de Carouge. Die Modeschöpferin und Textildesignerin ist im Januar diesen Jahres gestorben. Kurz zuvor gestaltete sie mit dem Kunsthaus Zug eine Gesamtschau ihres Schaffens, die erste dieser Art. Im gesamten Kunsthaus können de Carouges Designs und Stoffe erlebt werden. Anfassen, überziehen und umhängen ist sogar erwünscht. Mit ihren Schnitten, Ideen über Kleider als Zuhause und nicht zuletzt mit ihrem Beitrag zur Debatte um das hiesige Frauenbild hat sie Modegeschichte geschrieben – höchste Zeit also, dem Kunsthaus Zug noch einen Besuch abzustatten und sich inspirieren zu lassen – zu Ehren von Madame de Carouge.

– Kunsthaus Zug, Dorfstrasse 27, Zug,

 

Aleksandra Hiltmann,
Reportagepraktikantin
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