Grüne Tipps

Nachhaltig leben im Alltag

Redaktion: Julia Heim; Fotos: Oleg Magni (1), Peder Fugl (1), Vivek Chugh (1), Brandon Blinkenberg (1), Davide Guglielmo (2), 
Jean Scheijen (2), Wootz (1), Antonio Jiménez Alonso (1), Mario Carangi (1)

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«Meatless Mondy» ist eine weltweite Kampagne, ursprünglich aus den USA, der wir uns gern annehmen. An einzelnen Tagen ganz bewusst auf Fleisch und Fisch zu verzichten, reduziert den CO2-Ausstoss und ist gesund. Denn besonders rotem Fleisch sagt man eine krebsfördernde Wirkung nach. Gehen Sie auf den Markt und lassen Sie sich vom Gemüseangebot lokaler Bauern inspirieren – ob an einem Montag oder an Ihrem ganz persönlichen Meatless Day. 

Muss es denn heute wirklich das Auto oder der Bus sein? Selbstverständlich fährt letzterer auch ohne Sie, aber eine Velofahrt tut nicht nur der Umwelt gut, sondern auch Ihnen. Probieren Sie es aus und schwingen Sie sich morgen früh doch einfach mal auf den Sattel – die Stadt lässt sich so aus einer neuen Perspektive betrachten, in Ihrem eigenen Tempo. 

Eine Kleinigkeit, die viele von uns vergessen: Das Sandwich für den Büro-Lunch lässt sich auch in einer Brotdose verstauen. Niemand brauch Plastiksäckchen, die nach dem Gebrauch im Abfall landen. Die Dosen lassen sich leicht reinigen und immer und immer wieder nutzen. 

Achten Sie beim Kauf von Küchen- und WC-Papier auf recyceltes Material. Vielleicht sind die Rollen nicht ganz so weich wie gewohnt, dafür aber eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Papier. 

Nehmen Sie zum nächsten Einkauf einen Korb oder einen Stoffbeutel mit und verzichten Sie auf Taschen, die zuhause wieder entsorgt werden. So ist es kinderleicht, Abfall zu reduzieren. Dasselbe gilt für Verpackungsmaterial bei Obst und Gemüse: Wer braucht schon einen Plastikbeutel um Zwiebeln und Kartoffen einzupacken. Den Aufkleber mit Gewicht und Strichcode einfach auf eines der Produkte kleben und die Ware lose in den Korb legen. 

Verzichten Sie auf Papierservietten und verwenden Sie stattdessen die Stoffvariante – die macht sich sowieso besser auf dem Tisch. 

Was tun mit ausgedienten Kleidungsstücken und Accessoires? Wir raten Ihnen die Stücke mit anderen zu tauschen oder zu spenden. Es gibt sicher jemanden, der Ihre alten Schätze – sofern noch gut erhalten – tragen möchte. Und wenn Sie sich selbst nur schwer trennen können, gibt es auch die Möglichkeit, defekte oder abgetragene Kleider aufzuwerten und mit der Nähmaschine umzuarbeiten

Reste verwerten lautet die Devise! Food Waste ist auch bei uns ein grosses Problem und lässt sich im Haushalt verringern, in dem man überlegter einkauft, Produkte aufbraucht und kreative Wege findet, Reste zu verbrauchen. Eine feine Variante sind beispielsweise Veggie Bowls oder Sandwiches. In ihnen lassen sich selbst kleine Gemüsereste verstecken. 

Achten Sie beim Kauf von Fleisch auf Bio-Qualität. Damit unterstützen Sie den Verzicht von Hormon- und Antibiotika-Behandlungen und eine artgerechtere Haltung. Wichtig ist auch die Verwertung möglichst vieler Teile eines Tieres. Erkundigen Sie sich wenn möglich bei einem Landwirt in Ihrer Nähe. Es gibt Höfe, bei denen man direkt beziehen kann – vermutlich in grösseren Mengen, aber dafür auch in einer guten Qualität. Ein Plus: So können Sie sich selbst von den Haltungsbedingungen überzeugen. 

Stellen Sie im Haushalt auf umweltfreundliche Putzmittel um und greifen Sie zu Marken, die eine transparente Auflistung aller Inhaltsstoffe vornimmt. 

Um die Umwelt zu schonen, können wir alle einen Beitrag leisten. Dazu braucht es nicht viel. Mit unseren Tipps lässt sich womöglich auch Ihr Alltag ein wenig nachhaltiger gestalten. 

Was kann jeder einzelne von uns ändern, um den Ausstoss von Kohlenstoffdioxid zu reduzieren, weniger Abfall zu produzieren und Ressourcen zu sparen? Wir haben für Sie Beispiele gesammelt, die sich im Alltag spielend einbauen lassen. Manchmal ist es ganz leicht, Gutes zu tun. Man muss sich die Veränderung bewusst machen und sich auf verfügbare Alternativen einlassen. Doch wir sind uns sicher, dass Sie ebenso bereit dafür sind wie wir. 

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