Apropos Mode

Pyjama als Alltags-Outfit

Text: Barbara Loop; Foto: ImaxTree

Ausgeschlafen

Den Pyjama zum Alltags-Outfit machen ist voll okay, findet Lifestyle-Redaktorin Barbara Loop. Mehr noch: Sie liegen damit momentan sogar voll im Trend.

Wer an diesem Trend vorbeikommen will, muss sich schon die Decke über den Kopf ziehen und in einen Dornröschenschlaf verfallen. Wobei Sie möglicherweise genau dann absolut im Trend liegen, zumindest, wenn Sie in Seide schlafen. Der Slipdress ist zurück. Dieser Hauch eines Kleids, das in den Neunzigerjahren an Kate Moss so toll aussah und einen an Rita Hayworth, Lauren Bacall oder Liz Taylor denken lässt – an Frauen eben, für die das Leben ein einziges langes Frühstück im Bett zu sein schien.

Phoebe Philo hat den Slipdress für Céline mit Spitze bestückt, Alexander Wang in zartes Rosa getaucht, und derjenige von Burberry versprüht mit goldenen Bordüren einen Touch Greek Goddess. Und um das Schlaflied gleich zu Ende zu singen: Givenchy etwa hat passende Morgenmäntel entworfen. Gedacht ist das Ganze nicht fürs Bett, sondern für die Strasse. Okay, das braucht ein bisschen Mut. Aber geben Sie sich einen Ruck. Wollen Sie denn nicht jeden Tag Sonntag haben? Denn die Strasse ist doch ohnehin zu unser aller Zuhause geworden. Wir essen auf der Parkbank, arbeiten im Café, schlafen im Büro und lackieren uns die Nägel im Zug – da kann man auch im Pyjama unter die Leute.

Also, verstecken Sie Ihr schönstes Stück nicht zuhause im Bett. Bringt eh nichts, denn Ihr Zuhause ist längst nicht mehr allein Ihre Privatangelegenheit. Oder dachten Sie echt, dass die Welt an Ihrer Bettkante haltmacht? In Zeiten von #iwokeuplikethis und #aftersex? Nein, zuhause ist, wo Ihr Pyjama ist.

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