Trendshooting

Wir sind Mode

Redaktion: Nathalie De Geyter, Filipa Fernandes, Cati Soldani; Text: Jacqueline Krause-Blouin; Fotos: Joachim Baldauf; Produktion & Casting: Martin Berz

Wir sind Mode - Trenshooting
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«Meine Kleidung hebt einen Gemütszustand hervor. Fühle ich mich verletzlich, kuschle ich mich in grosse Hoodies – wenn ich mich stark fühle, trage ich körperbetontere Kleidung und lautere Farben»
Melanie Luu (26), Video-Redaktorin 20 Minuten Friday

 

- Jackett mit Strassverbrämung, Schleifengürtel aus Satin, Hose, Strumpfhose mit Strasssteinen, Sandalen, alles von GUCCI, Preise auf Anfrage

«Im richtigen Outfit fühle ich mich zuhause – gut, heimelig, wohl und glücklich»
Jule Adernholz (39), Marketing & PR-Manager Doodle

 

- Plissiertes Cape 450 Fr. und plissiertes Midikleid 500 Fr., beides von PLEATS PLEASE ISSEY MIYAKE. Schnürsandalen 119 Fr. von H&M STUDIO COLLECTION SS18

«Wenn ich die richtigen Kleider trage, fühle ich mich wie ich selbst»
Alexandra Blöchliger (31), Creative Director Commercial Publishing

 

- Overall 3325 Fr. und Gilet 2495 Fr., beides von AKRIS. Brille von CUTLER & GROSS 519 Fr. bei Burri Optik. Satinpumps 1280 Fr. von MIU MIU

«In guten Kleidern fühlst du dich auch gut»
Merheme Berisha (45), Raumpflegerin

 

- Chiffonkleid mit Gürtel, Krone, Goldkette mit Anhänger, alles von DOLCE & GABBANA, Preise auf Anfrage. Ohrclips ca. 520 Fr. von CÉLINE

«Wenn es um Kleider geht, herrscht im digitalen Bereich eine gewisse Lockerheit – das gefällt mir» 
Samuel Hügli (47), CTO & Head Digital Ventures, Mitglied der Unternehmensleitung

 

- Blousonjacke aus Seide 2940 Fr., Netz-Ledertop 8330 Fr., Hose aus Seide 1070 Fr., Sneakers 620 Fr., alles von ERMENEGILDO ZEGNA

Alles da für einen Modefrühling in bester Company: Mitarbeitende des Verlagshauses , zu dem auch gamevuinhon gehört, zeigen die aktuellen Trends.

In Traumwelten entführen, provozieren, schockieren – dafür lieben wir die Mode. Was bisher als weniger chic galt: die Realität abbilden. Aber damit ist nun Schluss. In dieser Saison wollen die Designer das echte Leben auf den Laufsteg bringen.

Sie zeigen ihre Entwürfe – so ausgefallen sie auch sein mögen – an Models in allen Formen, Farben und Lebensabschnitten, verkünden auf Stoff politische Botschaften und beschäftigen sich mit Problemen unserer Zeit, wie Recycling oder Überwachung. Junge Wilde wie Eckhaus Latta casten ihre Models von der Strasse weg, eine Herangehensweise, die das in der Schweiz ansässige It-Label Vetements bereits perfektioniert hat. Was anfänglich effekthascherisch wirkte, macht nun Schule. In den Shows von anderen jungen Labels hat eine schwangere Frau nun genauso ihre Daseinsberechtigung wie ein älterer Herr in Badelatschen. Auch Klassiker wie die Marke Helmut Lang feiern Diversität, lief dort doch zum Beispiel die 62-jährige Transsexuelle Sophia Lamar, während Louis Vuitton seine Show erstmals von einem schwarzen Model eröffnen liess. 90 Plussize- und 31 Transgendermodels zeigten allein in New York die neuen Kollektionen.

Die Wirklichkeit schreibt eben die besten Geschichten. Ist das noch Trend oder schon Umdenken? Wir freuen uns jedenfalls auf Zeiten, in denen Vielfalt keine Schlagzeile mehr wert sein wird. Und zeigen schon mal die neusten Entwürfe in einer Modestrecke mit Menschen aus unserem nächsten Umfeld.

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