«Bitte keine Angst vor Make-up!»: Q & A mit Lori Taylor von Smashbox

e
f

  Das war mal wieder eine wunderbar Schminki-Glitzer-Party gestern, wa? Da könnte man grad noch einen drauflegen, finde ich. Und übergebe das Wort an Global Lead Artist Lori Taylor von Smashbox, der wir unter anderem die famose On the Rocks Holiday Collection zu verdanken haben (yep, die gucken wir uns natürlich auch noch an, logisch!)     Lori Taylor, wenn man junge Mädchen nach ihrem Berufswunsch fragt, lautet die Antwort oft: Make-up Artist. Ist es wirklich ein Traumberuf? Ich verstehe alle, die sich für diese Laufbahn entscheiden, für mich ist es der beste Job überhaupt, zumal der Berufseinstieg mittlerweile um einiges einfacher ist als früher. Wie meinen Sie das? Damals, als ich anfing, hatte man in unserem Beruf eigentlich nur die Möglichkeit, Models für Modestrecken zu schminken. Heute hingegen kann sich ein Make-up Artist auch sonst verwirklichen, sei es über die Werbung, über Editorials oder mit Video-Newss. Ist diese Auswahl nicht etwas verwirrend? Das glaube ich nicht unbedingt, nein. Hauptsache, man macht das, was einen am besten gefällt, selbst wenn es dafür zunächst nicht viel Geld gibt dafür. Wie in allen kreativen Berufen ist Leidenschaft sehr wichtig in unserem Job. Heisst das, als Make-up Artist wird man nicht reich? Das wäre viel zu pauschl, ich kann das so nicht unterschreiben, im Gegenteil. Ich zum Beispiel konnte mir von meinem Einkommen ein eigenes Haus kaufen, übrigens zum grossen Erstaunen meines Vaters, der kaum glauben konnte, dass ich es «mit ein bisschen schminken» bis zum Liegenschaftseigentum schaffte (lacht). Was ist für Sie die grösste Herausforderung in ihrem Beruf? Geduld. Aber das kann man lernen, ich musste das auch (wirft den Kopf zurück und kichert). Wenn Sie auf all die Jahre in der Beauty-Branche zurückschauen: Welche Erfindung hat Sie am meisten beeindruckt? Grundierungen, die wir richtige Haut aussehen und gleichzeitig kleine Makel abdecken. Ach ja, und Lippenstifte mit langer Haltbarkeit, die sind ein wahrer Segen. Was haben Sie sonst noch gelernt in dieser Zeit? Ganz klar: Keine Angst vor Make-up! Niemals! Selbst wenn man seinen Stil gefunden hat, sollte man ab und zu etwas Neues ausprobieren. Einen bunten statt einen schwarzen Eyeliner benutzen etwa, einen matten Lippenstift statt Gloss und so weiter. Schminken, das heisst Spass haben und dabei gleichzeitig die persönlichen Vorzüge zu unterstreichen. Sie sprachen vorhin über Stil. Was aber, wenn man noch auf der Suche nach seinem Stil ist? Das ist ähnlich wie bei der Mode: Es gibt für jeden Menschen einen Look, der immer passt, so ähnlich wie das kleine Schwarze. Meistens geht es darum gar nicht darum, seinen Stil zu finden, sondern das eigene Markenzeichen. Das tönt einfacher, als es ist. Aber nein doch. Man muss sich einfach die Frage stelle, ohne welches Make-up Produkt man das Haus nie verlassen würde – und schon hat man sein Beauty-Markenzeichen gefunden. Als Brillenträgerin liegt bei mir zum Beispiel der Fokus nicht auf den Augen, sondern auf den Brauen. So lange meine Brauen nicht perfekt geschminkt sind, fühle ich mich unwohl, weil etwas fehlt. Meine Brauen sind wie eine Art mein Logo, das ich von Zeit zu Zeit anpasse und neue überarbeite. Und das sollte jede Frau machen: Seinem Stil treu bleiben und gleichzeitig immer mit der Zeit gehen. Abgesehen von Make-up, wie wichtig sind Beauty-Produkte für Sie wie etwa Parfum? Für mich selbst vermische ich am liebsten mehrere Parfums miteinander zu meinem ganz persönlichen Duft. Grundsätzlich finde ich Düfte eine grandiose Art, sich auszudrücken, sie sagen viel aus über einen Menschen, ähnlich wie etwa ein Lieblingssong. Aha, ein gutes Stichwort. Welches ist Ihr persönlicher Lieblingssong? (Lori stutzt, denkt nach). Schwierig zu sagen. Wenn ich wirklich nur ein einziges Lied nennen darf, muss ich erst darüber nachdenken. Haben Sie vielleicht noch eine Frage für dazwischen? Natürlich. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Sie uns den peinlichsten Song auf Ihrer Playlist verraten? (Breites Grinsen). Hmm, na gut. Es ist ein Lied aus dem Soundtrack von Rocky. Ach so, Sie meinen Eye of the tiger? Ich wünschte, es wäre so, das ist nämlich echt ein gutes Lied. Nein, ich meine „Hearts on fire“, kennen Sie den? (Lori beginnt zu singen). Wann immer dieses Lied kommt, gehe ich ab wie eine Rakete, ob ich will oder nicht. Es ist sozusagen mein geheimes Laster, so wie Salt and Vinegard Chips, die ich bisweilen heimlich nasche (lacht). Grossartig. Können wir jetzt über Ihren Lieblingssong reden? Okay, ich habe mich entschieden: Es ist «Lovely Day von Bill Withers». (Lori summt den Song leise vor sich hin). Yea, das ist mein Lied, ganz klar, das bin ich. Lassen Sie uns zum Abschluss noch einen Blick in die Zauberkugel werfen: Welche Trends erwarten uns diesen Herbst? (Seufzt tief und lächelt zufrieden). Glamour is back – endlich darf wieder so richtig dick aufgetragen werden. Mein Team und ich haben mit «On the Rocks» entsprechend eine richtig opulente Holiday Collection entwickelt, wobei vor allem bei den Augen das Motto gilt «mehr ist mehr». Es funkelt und glimmert wieder, ich bin so glücklich!   TJA LORI, WIR SIND EBENFALLS VERY HAPPY! Danke für das Interview – und die wunderschöne Holiday Collection On The Rocks von Smashbox (gibt es exklusiv bei Marionnaud).   Der Beitrag «Bitte keine Angst vor Make-up!»: Q & A mit Lori Taylor von Smashbox erschien zuerst auf The Beauty Experience.

// CHRIS OFILI //

Mitbringsel aus Kopenhagen

Very glam: Die Feiertagslooks 2014 von Yves Saint Laurent, Bobbi Brown und Lancôme

Kaffeeliebe N° 6

Tavi Gevinson: Warum …

Tauschen statt kaufen: Heute wird wieder geswappt

Wohntrend: Black and White

Pop Couture: Mode-Trends von Jean-Charles de Castelbajacs direkt aus Paris

Fahrplanwechsel: Postkarte vom Hauptbahnhof Zürich

Seiten