Fab Five

Die Mode in Zeiten des High Tech

Text: Tanja Ursoleo; Fotos: Imaxtree (3)

Die disruptiven Designer der Pariser Haute Couture
Die disruptiven Designer der Pariser Haute Couture
Die disruptiven Designer der Pariser Haute Couture
Die disruptiven Designer der Pariser Haute Couture
Die disruptiven Designer der Pariser Haute Couture
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Iris van Herpen

Iris van Herpen gilt als Vorreiterin der Tech-Couture. Die niederländische Designerin kreiert unter anderem mit 3D-Druckern skulptural anmutende Kreationen und interpretiert traditionelle Handwerkskunst neu. Sie schafft damit eine futuristisch und zugleich poetische Ästhetik, die mit der etablierten Auffassung der Haute Couture bewusst bricht. Für ihre aktuelle Kollektion «Syntopia» inspirierte sie sich an den aktuellen Innovationen aus dem Bio-Tech-Bereich und arbeitete mit den Künstlern Lonneke Gordijn und Ralph Nauta vom Studio Drift sowie dem Wissenschaftler Etienne Jules Marey zusammen, um eine einzigartige kinetische Kollektion zu präsentieren.

Julien Fournié

Julien Fournié ist ganz vorn dabei, wenn es um Fashion Tech geht. Der Designer durchlief eine klassische Modeausbildung und kennt sein Handwerk. Der Tech-Couture Pionier ist überzeugt, dass digitale Innovationen die Abläufe innerhalb der Modeindustrie nachhaltig verbessern und optimieren können. Er arbeitet mit dem Industriegiganten Dassault zusammen, der ihm mit 3D-FashionLab die entsprechenden technischen Lösungen bietet, zudem ist er mit DasCoin an einem Blockchain Projekt für die Modeindustrie beteiligt.

Flora Miranda

Flora Miranda bricht mit dem obersten Gebot, welches jeder Modestudent im Laufe seiner Ausbildung hört: «Inspiriere dich nicht an anderen Designern, suche nach historischen Referenzen!» Ihre aktuelle Kollektion «Ready To Die» hört sich etwas Angst einflössend an, ist aber ihre kritische Auseinandersetzung mit der Kurzlebigkeit des «Ready To Wear»: Was heute in Mode ist, ist morgen bereits Geschichte. Sie erfasste mit 3D-Technologie Kleider aus dem Archiv von Modemuseen, ausgewählt nach Silhouette, Texturen und Storytelling, und interpretiert diese neu.

Armine Ohanyan

Die gebürtige Armenierin Armine Ohanyan ist eine vielversprechende Newcomerin unter den Couture-Tech Designern. Ihre Ausbildung führte sie von Armenien nach Paris und Lyon, unter anderem war sie auch in der Schweiz im Modehaus Arasa Morelli tätig. Schliesslich kam sie zurück nach Paris, um ihre eigene Marke aufzubauen. Mit ihren Kollektionen wurde sie an den Pariser Fashion Awards sowie während der Fashion Tech Expo und am Modefestival in Dinan ausgezeichnet. Sie präsentierte in Paris ihre erste Haute-Couture-Kollektion «Eléments» und nutzte Technologien wie Lasercut, um die organischen Elemente der Natur in ihre Kollektion einzubringen.

Marisa Garnier

Die französische Designerin Marisa Garnier beendet gerade ihr Inkubator-Programm in den Ateliers Jean-Luc François. Eine einzigartige Struktur, die Designer in der Vertiefung und Erweiterung ihres Handwerks sowie im Marketing und Business unterstützt. Statt Alleinkämpfer zu sein, schliessen sich die Designer mit diesem Programm zusammen und organisieren gemeinsame Shows, Events und Showrooms. Marisa Garnier realisiert manuell skulpturale Spitzenstoffe mit Hilfe von 3D, die anschliessend in traditioneller Handarbeit zusammengefügt werden. Der praktische Aspekt ihrer Kreationen steht dabei im Fokus: Die 3D-Elemente sind abnehmbar und lassen der Trägerin viel Spielraum beim eigenen Styling.

Sie mischen mit Lasercut, 3D-Druckverfahren und innovativen Materialien die konservative Liga der Pariser Haute Couture auf: Fünf avantgardistische Designer, die unsere Paris-Korrespondentin begeistern.

Tanja Ursoleo ,
Pariskorrespondentin
Alle Beiträge von Tanja Ursoleo

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