Homeoffice

Homeoffice - Wohnen und arbeiten unter einem Dach

Text: Rebecca Kiesewetter; Fotos: Pascal Grob

In der Freizeit, lautet eine der Regeln von Monica Wyrsch und Thomas Rütti, wird nicht übers Geschäft gesprochen
Cooler Job für coole Arbeitgeber: Die Designagentur Dashing Bash (rechts Monica Wyrsch) entwirft Kleider, Prints und Marketingkonzepte für namhafte Marken
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In der Freizeit, lautet eine der Regeln von Monica Wyrsch und Thomas Rütti, wird nicht übers Geschäft gesprochen

Cooler Job für coole Arbeitgeber: Die Designagentur Dashing Bash (rechts Monica Wyrsch) entwirft Kleider, Prints und Marketingkonzepte für namhafte Marken

Zusammen leben, zusammen arbeiten – ein Paar zeigt, wie es seine Wohn- und Jobwelt organisiert hat. Ausserdem: Neuheiten und Accessoires für das Arbeiten zuhause.

Arbeiten und sich dabei gemeinsam wie zuhause fühlen: Wie das funktioniert, zeigt ein Paar, das seine Wohn- und Jobwelt clever organisiert hat.

Monica Wyrsch & Thomas Rütti

Da raus, dort rein: Der Loft der beiden Zürcher liegt Tür an Tür mit ihrem Atelier.

Sie wohnen in der coolsten Gegend der Stadt. In einem coolen Loft. Sie haben die coolsten Nachbarn und machen den coolsten Job für die coolsten Arbeitgeber. Wer so cool ist, der bemüht sich wohl auch besonders drum, es zu sein. Doch nein, bei Monica Wyrsch und Thomas Rütti wirkt nichts aufgesetzt, nichts angestrengt, alles herzlich.

Eben haben sie ihren 15. Jahrestag gefeiert. Mit billigem Rotwein am runden Küchentisch, an dem sie manchmal auch arbeiten. Seit rund drei Jahren wohnen sie im zweistöckigen Loft im Zürcher Kreis 3, gleich daneben liegt ihr riesiges Atelier, das Domizil für die Designagentur Dashing Bash, die die Grafikerin und der typografische Gestalter 2006 gegründet haben. Sie entwickeln und entwerfen Kleider, Prints und Marketingkonzepte für grosse Marken wie Vans, The North Face oder Rome SDS. Da hängt man schon Mal bis vier Uhr nachts im Atelier fest. «Früher fuhren wir dann noch nachhause», sagt Monica Wyrsch. Die Befürchtung, dass sich die Menge der Arbeitszeit und der Abstand zwischen Atelier und Wohnung gegenproportional zueinander verhielten, erstere also wachsen würde, wenn der zweite sich verringere, machte ihnen die Entscheidung für ihre heutige Wohn- und Arbeitssituation nicht leicht. «Doch wir verbringen nicht mehr Zeit im Atelier als früher», sagt Thomas Rütti. Und manchmal wird auch zuhause gearbeitet. Das sehen die beiden ziemlich entspannt. Genauso entspannt sehen sie es, wenn Meetings im Atelier mit auswärtigen Kunden mal länger dauern. Dann übernachten die Kunden einfach auf einem der Sofas im Loft.
 

Man kann auch mal da zum Meeting laden, wo man wohnt

Arbeiten und Wohnen ganz zu trennen, würde bei Monica Wyrsch und Thomas Rütti wohl auch dann nicht klappen, wenn sie es darauf anlegten. «Unser Alltag spielt sich in einem Radius von etwa 300 Metern ab», sagt Thomas Rütti. Freunde kommen vorbei, die Nachbarn. Man grilliert im Hof oder macht das Atelier zum Festsaal. «Klar streiten wir. Doch unser Projekt ist uns viel zu wichtig, als dass wir es wegen Unstimmigkeiten aufs Spiel setzen würden», sagt Monica Wyrsch. Und das Schönste sei es ja, sich gemeinsam über einen gemeinsamen Erfolg zu freuen. Wenn sie eine Auszeit brauchen, verreisen sie. Oder machen Sport. Zusammen. Wenn sie abends ausgehen, dann meist getrennt. Etwas Abstand voneinander muss sein. Und auch von der Arbeit: «Wir sprechen in der Freizeit nie übers Business.» Bei aller Entspanntheit haben also auch diese beiden die eine oder andere strikte Regel.
 

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