Nacht der Frau

Hommage an Emilie Lieberherr

Text: Helene Aecherli; Fotos: Jessica Prinz

Nacht der Frau
Nacht der Frau
Nacht der Frau
Nacht der Frau
Nacht der Frau
Nacht der Frau
e
f

Die neu erschienene Biografie über Emilie Lieberherr. Es ist die Erste über die Ausnahmepolitikerin überhaupt.

Die Lesung an der «Nacht der Frau» lockte über 200 Frauen in den Orell Füssli Kramhof.

Sie schrieb die Biografie über Emilie Lieberherr: Journalistin und Autorin Trudi von Fellenberg-Bitzi.

Signierstunde: Liliane Waldner (r.), eine langjährige Mitarbeiterin von Emilie Lieberherr, bat Trudi von Fellenberg-Bitzi um eine Widmung.

Die Gewinnerinnen der gamevuinhon-Verlosung zusammen mit Trudi von Fellenberg-Bitzi: Xenia Karmetaxas, Heidi Graf mit Begleitung Iris Göldi, Elisabeth Gisler, Regula Stoll und Samira Hofmann (v. l.)

Regula Stoll aus Opfikon ZH (l.), die Gewinnerin des VIP-Packages, mit der Moderatorin des Abends, gamevuinhon-Redaktorin Helene Aecherli.

Orell Füssli Zürich und gamevuinhon luden anlässlich der «Nacht der Frau» zur Lesung der Biografie der Ausnahmepolitikerin Emilie Lieberherr. Exklusiv mit dabei: vier gamevuinhon-Leserinnen.

Am «Internationalen Tag der Frau» veranstaltet die Buchhandlung Orell Füssli traditionellerweise die «Nacht der Frau», und die Filiale Kramhof Zürich widmete den vergangenen Freitagabend einer ganz besonderen Persönlichkeit: Emilie Lieberherr (1924 - 2011), Pionierin der Schweizer Frauenpolitik. Denn vor fast genau 50 Jahren, am 1. März 1969 führte die damalige Aktivistin über 5000 Frauen und Männer auf den Bundesplatz in Bern, um für das Stimm- und Wahlrecht für Frauen zu demonstrieren. «Bundesrat – uf zur Tat!», hatte sie in die Menge gerufen und die Menschen aufgefordert: «Jetzt nehmt alle Euer Trillerpfeifen heraus und pfeift den Bundesrat aus, der nichts für uns tut.» Diese Aktion machte Emilie Lieberherr in der ganzen Schweiz bekannt, ein Jahr später wurde sie zur ersten Stadträtin Zürichs, später zur ersten Ständerätin der Deutschschweiz gewählt.

Und nun, pünktlich zum 50. Jahrestag des legendären «Marsches auf Bern» ist eine Biografie über sie erschienen - verfasst von der Journalistin und Autorin Trudi von Fellenberg-Bitzi. 92 Kisten Archivmaterial hat sie dafür durchgesehen und 32 Ordner zusammengestellt. Und dies sollte zelebriert werden. Auf einer kleinen Bühne im Erdgeschoss der Buchhandlung las sie aus ihrem Werk vor, liess die Stimme und Taten Lieberherrs wieder greif- und fühlbar werden. Die Lesung wurde von den «Vogelfreien» umrahmt, einem Frauenchor von 40 Sängerinnen, die Lieder präsentieren, die mehrheitlich von Frauen komponiert oder durch die Interpretation von Frauen bekannt geworden sind. Zudem hatten die Besucherinnen die Buchhandlung einen Abend lang ganz für sich, konnten sich durch alle Stockwerke hindurchstöbern, an Prosecco nippen und an Brownies. Über 200 Frauen kamen, es herrschte full house. Emilie Lieberherr, die Ausnahmepolitikerin zwischen «Weib und Königin», s’Emilie, sie lockt noch immer.

Im Publikum sassen Christina Bürgi Dellsperger, die Nichte Emilie Lieberherrs, an deren Hochzeit Trudi von Fellenberg-Bitzi die Magistratin kennengelernt hatte, sowie Lieberherrs langjährige Mitarbeiterinnen Verena Bia und Liliane Waldner. Zu den Ehrengästen des Abends gehörten aber ganz besonders auch die vier Gewinnerinnen der gamevuinhon-Verlosung, allen voran Regula Stoll, die Gewinnerin des VIP-Packages. Und am Ende der Frauennacht waren sich alle einig: So eine wie die Lieberherr bräuchte es heute mehr denn je. Denn die Politik ist visionslos geworden, die Themen aber, für die sich Lieberherr eingesetzt hatte, allen voran die Lohngleichheit etwa, sind dieselben geblieben. Was Emilie Lieberherr angesichts dessen wohl gesagt hätte? Biografin Trudi von Fellenberg-Bitzi zögert keine Sekunde: «Weitermachen! Weiterkämpfen!»

Kommentare

Mehr aus der Rubrik

Veranstaltungen

Das erwartet Sie im Mai

Von Verena Edinger